Priester werden, Priester sein: Seelsorge lernen, Glauben leben
Shownotes
Wir begleiten Benedict Dürrlauf aus Kleinochsenfurt im Landkreis Würzburg weiter nach seiner Priesterweihe. Der 33-Jährige arbeitet in Bad Kissingen und Umgebung. Letzte Woche ging es um die theoretische Ausbildung – jetzt um die praktische in Bad Kissingen. Anna-Lena Ils hat ihn dort besucht.
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00:00:00: Ich bin in der Schule eingesetzt, aktuell hauptsächlich in der Grundschule hier in Bad Kissingen und bin da in einer vierten Klasse für den Religionsunterricht.
00:00:09: Den gilt es natürlich auch vorzubereiten was während der Woche auch einige Zeit in Anspruch nimmt.
00:00:15: aber ansonsten ja ich darf als Diakon jetzt taufen trauen und der Dienst des Beerdigungs gehört natürlich mit
00:00:23: dazu."
00:00:23: Sagt Benedikt Dürrlauf.
00:00:25: seit Währenddessen wurde er im Herbst twenty-fünfundzwanzig zum Diakon geweiht.
00:00:34: Neben der Alltagsarbeit wird er auch auf schwierige Situationen vorbereitet.
00:00:38: Im Pfarreikontext kommen wir natürlich mit ganz vielen verschiedenen Situationen in Kontakt, auch mit Situationen wo Menschen in ihrem Leben nicht weiter wissen.
00:00:48: Da werden wir in der Ausbildung so gut wie möglich theoretisch darauf vorbereitet.
00:00:53: aber wenn es dann in der Praxis uns wirklich begegnet muss man als Seelsorger einfach ja mit einem Gespür für den Menschen da sein zuhören können.
00:01:03: Oft muss man gar nicht viel dazu sagen oder Ratschläge geben, oft reicht es einfach wenn man da ist zuhört und dem Menschen Gottes Trost und Zuwendung auch zusprechen
00:01:14: kann.".
00:01:15: Wenn er Gesprächsbedarf hat steht ihm sein Mentor zur Verfügung.
00:01:19: Jeder Priester in Ausbildung hat einen Mentor.
00:01:22: Also mit meinem Mentor kann ich sehr gut über solche Themen sprechen, über Situationen die mir hier begegnen auch noch mal reflektieren, wie habe ich reagiert?
00:01:31: War das gut so oder muss ich für mich
00:01:34: nachbessern?".
00:01:35: Gerd Greyer ist Pfarrer in Bad Kissingen.
00:01:38: Er hat schon mehrere Menschen als Mentor begleitet – bisher Gemeinde- und Pastoralassistentinnen und Assistenten.
00:01:44: Benedikt Dürrlauf ist der erste Priesteramtskandidat.
00:01:48: In der praktischen Berufseinführung baut immer ein Baustein auf den anderen auf.
00:01:55: Praktikant, also mehr so mitgehen.
00:01:57: Dann neue Diagonen.
00:01:58: Plötzlich Taufen beerdigen und hat jetzt nichts mit den Dienstesdiakons zu tun.
00:02:01: Das können auch andere bei unserem Team machen.
00:02:04: Und jetzt kommen die noch mal Neues dazu als Priester.
00:02:07: dann, ULSD-Feier, Krankenshalbungsspenden, Beichte.
00:02:11: Also da nochmal neu auszubekleiden, um in diese Dienste gut
00:02:15: reinzukommen.".
00:02:16: Seit Mai für das Jahr im Jahr zum Jahr muss Benedikt Dürrlauf alles beerdigend werden.
00:02:21: Alle pastoralen Mitarbeiter und besonders qualifizierte Ehrenamtliche Taufen und Ehepaare trauen dürfen im Bistum Würzburg nur Diakone und Priester.
00:02:30: Üblicherweise leben Priester in der Ausbildung mit im Pfarrhaus – in Bad Kissingen ist das nicht der Fall!
00:02:36: Trotzdem gibt es ein gemeinsames Gebetsleben.
00:02:39: Unser Pfarrhaushaus in Bad Kisingen ist mit drei Priestern besetzt, also sind noch zwei Pfawikade.
00:02:44: Jeder hat seine Wohnung, jeder ist im Bereich, deswegen seid ihr aufwohnt sehr privat unter den Kisingern.
00:02:49: Sonntag früh ist Ritual, ein gemeinsames Morgengebet, lautes Frühstück.
00:02:53: Mittagessen sind wir wieder in der Wohnung und unter der Woche.
00:02:55: Wochenend gehen wir mal essen oder sind eingeladen.
00:02:57: Da ist schon auch so Kontakt.
00:02:59: jeder hat seinen Bereich aber schon gemeinsam das Leben
00:03:03: teilen.".
00:03:04: Auch während der Ausbildung dürfen die angehenden Seelsorger schon kreativ werden.
00:03:08: Benedikt Dürrlauf hat zum Beispiel das Format Night Prayer auf Deutsch Nachtbeter- oder Nachtgebet eingeführt.
00:03:15: Der Night Prayer ist ein Anlachtsformat, bestehend aus zwei Teilen.
00:03:19: Einmal der erste Teil mit einer Kartikäse das heißt mit einem Schriftext und einem Impuls dazu und im zweiten Teil dann Anbetung wo der Kern in den Fürbitten liegt.
00:03:33: Das heisst die Gottesdienst-Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen ihre ganz persönlichen Fürbitte anliegen aufschreiben und dann nach vorne zum Allerheiligsten bringen und auch ablegen.
00:03:45: Und Jesus zu Füßen legen mit der Bitte um Wandlung, dass er sich dieser Bitten auch
00:03:52: annimmt.".
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